Die Bürgerinitiative - was nun?

Stand der Öl- und Gasbohr-Aktivitäten der CEP im Bewilligungsfeld Guhlen:

Die CEP versucht derzeit über ihre Webseite und ein kurzfristig eingerichtetes Bürgerbüro (21. und 22.01.2020) ihr Transparenz Image aufzupolieren.

So wurde die Verfüllung der Bohrlöcher in Krugau und Guhlen angekündigt bzw. befinden sich in der Durchführung. In Krugau soll der gesamte Bohrplatz zurückgebaut werden, in Guhlen möchte man ihn erhalten und sichern.

Pressemitteilung: Ablenkungsbohrung Guhlen 1b sowie den oberen Teil der Stammbohrung Guhlen 1 jetzt vollständig bis zutage verfüllen.

Grund: Angeblich ist die Förderung derzeit wirtschaftlich nicht tragfähig.    

„Wir haben die Daten des Kurzzeittests vom Mai 2019 sehr ausführlich analysiert und bewerten die Bohrung als kommerziell nicht nutzbar“

— Zitat Pressemitteilung CEP

 

Also wird jetzt alles gut? Es wird doch nicht gefördert, weil es sich nicht rechnet? Die BI könnte sich eigentlich zur Ruhe setzen?

Aber wir trauen dem Frieden nicht!

Es gibt aber weiterhin keine Aussage, was mit den beiden anderen Bohransatzpunkten geschehen wird

Pressemitteilung: Zwei weitere Bohransatzpunkte bleiben für die zukünftige Feldesentwicklung in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand weiter erhalten.

Lt. Aussage aus dem Gespräch mit Herrn Grafen im Bürgerbüro der CEP vom 22.01.2019 überlegt die CEP dennoch, ein ROV (Raumordnungsverfahren) prüfen zu lassen und ggf. auch ein Planfeststellungsverfahren einzuleiten.

Achtung: Über weitere mögliche Bohrplätze in der Region, die in einem solchen Verfahren beschrieben werden müssten, wollte er keinerlei Aussagen treffen!

 

Mögliche Optionen für CEP wären nach Meinung der BI u.a.:

  1. Der Verkauf des Bewilligungsfeldes Guhlen an andere Unternehmen, und hierfür bessere Konditionen, solange kein ROV notwendig,
  2. Den Bohrplatz nur sichern für spätere Förderungen, bis sich z.B. die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ändern (z.B. Fracking doch erlaubt würde),
  3. Bohrplatz erhalten, als Pfand für ggf. rechtliche Auseinandersetzungen (z.B . Schadensersatz für entgangene Gewinne) aufgrund von Förderbedingungen, die den internationalen Handelsabkommen (z. B. CETA) widersprechen könnten.

 

Wie verhält sich nun die BI “Gegen Gasbohren am Schwielochsee”:

  1. Wir beobachten die derzeitigen Aktivitäten der CEP!
  2. Wir beobachten die CEP in puncto ROV genau.
  3. Wir bleiben sehr aufmerksam und fragen das LBGR (Landesamt für Bergbau) immer wieder, ob Anträge seitens der CEP eingereicht wurden, um möglichst früh neue Erkenntnisse zu gewinnen.
  4. Die BI setzt sich weiter dafür ein, dass die Klimaziele von den Parteien und der CEP eingehalten werden.